Eine Erscheinung der

globalen Jugendsubkultur

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von dr. memo g. schachiner
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start: 10 mai 2004, up-date: 10 mai 2005
Eine Erscheinung der globalen Jugendsubkultur
 
Capoeira (gesprochen Kapwera) ist heute ein musikalisch begleiteter Kampftanz und als eine Jugendsubkultur- Erscheinung vor allem in den amerikanischen und europäischen Kontinenten weit verbreitet.
 
Jedoch, wird Capoeira in seinen Gastländern nicht als Massenkultur, sondern als ein Akt der Gruppenzugehörigkeit im "Vereinswesen" oder anderen ähnlichen Gebilden ausgeübt.
Einige Mitglieder einer Capoeira- Vereins in Wien
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Da diese Generation Capoeira etwa vor 10 Jahren entdeckte, beträgt mittlerweile das durchscnittliche Alter der nicht-brasilianischen Capoeristas 25- 30.
Diese Gruppenzugehörigkeit ist mit der Uniformierung der Bekleidung und Ausrüstung verbunden. Diese Accessoires sind nicht besonders billige Importwaren. Daher setzt die Gruppen- Zugehörigkeit auch die Zugehörigkeit zu einer gutbemittelten sozialen Schicht voraus.
Weiterhin, sind in diesen Vereinen auch Frauen, wenn auch in Quoten weniger, genauso vertreten wie die Männer.
 
Wie wir später sehen werden, war bei der Entstehung der Capoeira vieles anders gewesen.
Ein Tanz- Kampfspiel in Brazilien
 
Dieses heute global verbreitete Tanz- Kampfspiel wurde aus Brasilien importiert.
Genauer gesagt aus Salvador do Bahia, Hauptstadt des Bundeslandes Bahia, in Brasilien.
In Brasilien ist Capoeira heute auch mit einem Starkult verbunden.
 
Somit hat sich der Capoeira dort zur einem beachtlichen Zweig der Industrie und Tourismus entwickelt.
 
In den zahlreichen Capoeira- Schulen werden die Touristen im Capoeira unterrichtet.
Abgesehen von den Schulen werden dort auch eine reichhaltige Palette von Capoeira- Accessoires angeboten.
 
Mestre Mula und Bodygards kommen durch die Öffnung eines Junglemonuments. img0000000394.jpg
 
Die Capoeira Produkte sind nicht nur in Bahia und Sao Paulo, sondern weltweit in den Importgeschäften und auch per Internet erhältlich. capoeira corner, 14. 03. 04, D00100000222W
Die Konsumartikeln der Capoeira- Industrie sind sehr vielfältig:
Es sind zuerst das Unterrichtsmaterial: Bücher, Audio- CD´s, Viedeos, und DVD´s...
Zweitens die Capoeira Swears oder Cloths.
Derzeit kann man/ frau per Internet direkt aus Bahia folgende Cloths bestellen:
Pants, shirts, women´s tops, street pants, street shirts, uniform pants, uniform shirts, shoes.
Drittens werden zur Begleitung des Capoeira´s eine Vielfalt von Musikinstrumenten angeboten.
 
Die Capoeira- Produkte haben selbstverständlich mit der Ausrüstung der Volksgruppe, die die Capoeira jener Zeit kreiert hatte wenig gemeinsam und wurden eher in den letzten Jahren für den Bedarf der Industrie erfunden.
Denn die Erfinder der Capoeira waren nämlich nicht betucht und begütet, sie waren die Ärmsten der Armen, die ausgebeuteten afrikanischen Sklaven in Brasilien.
 
Die Arten der Capoeira
 
Die zwei klassischen Stile des modernen Capoeira entwickelten sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts.
Capoeira Angola galt als der ursprüngliche Stil und wird mit einem Meister Capoeirista, Mestre Pastinha, assoziiert.
Capoeira Regional, ein später kreierter Stil wird auf Mestre Bimba, einen Zeitgenossen Mestre Pastinha´s zurückgeführt.
Im Zeitalter der sog. Globalisierung verbreitete sich Capoeira weltweit.
Gleichzeitig aber, entfernte er sich nicht nur inhaltlich, sondern auch in seinen Erscheinungsformen stark vom "Ursprung".
Da Capoeira in manchem an ostasiatische Kampf- und Verteidigungstechniken erinnert, an Judo, Kung-Fu und Karate, hatte in letzter Zeit die Filmproduktion aus Hongkong auf kinobesuchende »capoeiristas« in Salvador einen gewissen Einfluß und führte zur Einführung einiger Kung-Fu-Posen. Kubik, 1991, S.128, B5442B
In den Internetvernetzungen werden die weltweiten Capoeira-Vereine unter den Begriffen "Capoeira Angola", "Capoeira Regional" und "Others" sortiert. (Google-Suche).